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PhysiotherapieDie Physiotherapie ist eine Therapieform, die bereits seit Menschengedenken Anwendung findet. Erste Berichte sind bereits über 1.000 Jahre v. Chr. zu finden. Im Bereich der Humanmedizin wird die Physiotherapie schon seit langer Zeit als selbstverständlich erachtet und wird daher zur Rehabilitation nach vielen chirurgischen Eingriffen unterstützend oder zur Behandlung von chronischen Erkrankungen angewendet. Nach und nach finden die verschiedensten Formen der Physiotherapie auch in der Tiermedizin Einzug. Selbstverständlich sind nicht alle Techniken, die in der Humanmedizin gebräuchlich sind, in die Tiermedizin übertragbar. Jedoch können mit gewissen Einschränkungen viele physiotherapeutischen Übungen auch am Tier angewendet werden. Dies wird seit einigen Jahren bereits mit großen Erfolgen praktiziert, weshalb wir unseren Kunden diese Möglichkeiten im Rahmen unserer Klinik zur Verfügung stellen möchten. Hierfür ist ein Raum vorhanden, indem sich ein Massagetisch befindet und Möglichkeiten für die verschiedensten Arten der aktiven und passiven Bewegung. Des weiteren steht ein Nassbereich zur Verfügung, in dem sich ein Unterwasserlaufband und ein Infrarotstrahler befinden. Formen und Anwendung der PhysiotherapieDie Physiotherapie umfasst nicht nur die fünf klassischen Massagetechniken, sondern umfasst ebenso spezielle Formen der Massage, wie die Colonmassage oder die Lymphdrainage. Weiterhin sind zu der Physiotherapie das aktive und passive Bewegungstraining, die Dehnungen und Traktionen und viele Formen der physikalischen Therapie (Wärme- und Kälteanwendung, Reizstrom, Magnetfeld, u.v.m.) zu zählen. Nicht zu vernachlässigen ist die Anwendung im Rahmen von neurologischen Problemen, bei denen über bestimmte Bewegungsmuster und Reflexstimulationen versucht wird, die willkürlichen (kontrollierten) Bewegungen des Patienten zu stimulieren. Entsprechend der verschiedenen Anwendungsformen sind die Anwendungsgebiete mindestens ebenso zahlreich. Sie reichen von einer einfachen Wellnessbehandlung, über die Behandlung von geriatrischen (alten, chronisch kranken) Patienten, bis hin zur Rehabilitation nach Unfällen oder Operationen. Selbstverständlich können das Training auf dem Unterwasserlaufband oder bestimmte Formen des aktiven Bewegungstrainings auch für die Stärkung des Herz-Kreislaufsystems oder den Muskelaufbau Anwendung finden. Ablauf einer TherapieNach einer ausführlichen Befundung Ihres Patienten werden die vorliegenden Probleme erhoben und anschließend mit Ihnen besprochen, welche Therapiemöglichkeiten für Ihr Tier in Frage kommen und welcher Zeitaufwand dafür erforderlich ist. Wie Ihnen sicherlich aus der Humanmedizin bekannt ist, besteht die Physiotherapie nicht nur aus einem einmaligen Besuch beim Physiotherapeuten, sondern die entsprechenden Übungen sollten zu Hause weitergeführt werden, um einen möglichst raschen Behandlungserfolg zu erzielen. Dafür wird je nach Ausmaß der Probleme versucht, dem Tierbesitzer einige Übungen an die Hand zu geben, damit dieser die entsprechenden Übungen zu Hause weiterführen kann. Dies ist für eine erfolgversprechende Behandlung unabdingbar und kräftigt gleichzeitig die Beziehung zwischen Tier und Tierbesitzer. Nichts desto trotz sind in regelmäßigen Abständen Besuche bei dem/r behandelnden Tierarzt/-ärztin bzw. dem/r betreuenden Physiotherapeuten/in nötig, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und die Übungen dem aktuellen Zustand des Patienten anzupassen. Denn je nach Krankheitsverlauf und körperlichem Befinden des Patienten müssen die Übungen ver- bzw. geändert werden, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen. Dessen sollten sich die Tierbesitzer immer bewusst sein, denn eine Physiotherapie, die unregelmäßig oder halbherzig durchgeführt wird, kann nicht den gewünschten Behandlungserfolg mit sich bringen und sowohl für Besitzer als auch für Physiotherapeuten sehr frustrierend wirken. Unser derzeitiges Angebot umfasst
Patientenbesitzer, die von Kollegen überwiesen werden bzw. von sich aus zu einer physiotherapeutischen Behandlung zu uns kommen, sollten bitte stets bereits angewendete Medikamente bzw. vorhanden Röntgenbilder oder Blutbefunde mitbringen, um einen besseren Überblick über die Vorgeschichte des Patienten zu bekommen und erneute Kosten einzusparen.
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