Kleintierklinik Augsburg

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Endoskopie

Unter Endoskopie versteht man die Untersuchung des Organinneren durch Betrachtung, diese Untersuchungsmethode wird auch als Organspiegelung bezeichnet

Wir bieten folgende Möglichkeiten an:

  1. Gastroskopie, Gastruduodenoskopie: die Spiegelung des Magens bzw. des Magens und des Zwölffingerdarms

    Gastroskopien und Gastroduodenoskopien erfordern einen vollständig entleerten Magen, da sonst die Sicht zu sehr beeinträchtigt wird. Als Vorbereitung auf die Untersuchung müssen die Patienten 24 Stunden vor der Untersuchung fasten. Das Trinken von Wasser ist uneingeschränkt erlaubt.
     

  2. Coloskopie: die Spiegelung des Dickdarms und des Enddarms

    Coloskopien erfordern einen vollständig entleerten Enddarm, da sonst die Sicht zu sehr beeinträchtigt wird. Als Vorbereitung auf die Untersuchung müssen die Patienten 48 Stunden vor der Untersuchung fasten. Am Morgen vor der Untersuchung wird ein Abführmittel verabreicht, am Abend vor der Untersuchung erfolgt ein gründlicher Einlauf. Das Trinken von Wasser ist uneingeschränkt erlaubt.
     

  3. Tracheobronchoskopie: die Spiegelung der Luftröhre und der Bronchien
     

  4. Rhinoskopie: die Spiegelung der Nasenhöhle
     

  5. retrograde Rhinoskopie: die Spiegelung des Nasenrachens.
     

  6. Zystoskopie: die Spiegelung der Blase und des Blasenhalses

    Zystoskopien sind technisch nur bei Hündinnen möglich. Die endoskopische Untersuchung der Blase bei Rüden und Katzen ist in der Regel nur mit Hilfe einer Zusatzoperation möglich.

In der Regel dient die Endoskopie nicht nur dazu, sich ein Bild der Veränderung zu machen, sondern auch dazu, eine eindeutige Diagnose zu stellen. Das bedeutet, daß sich an die eigentliche Endoskopie weitere diagnostische Maßnahmen anschließen, d.h. beispielsweise Entnahme von Proben zur anschließenden labordiagnostischen Untersuchung. Dieses sind weiterführende Zusatzuntersuchungen, die häufig erst eine Diagnose ermöglichen.

Im Falle von sichtbaren Fremdkörpern gelingt es häufig, die Objekte endoskopisch zu entfernen, dies kann jedoch sehr zeitintensiv sein. Manchmal bleibt eine Operation die einzige Möglichkeit, den Fremdkörper zu entfernen.

Praktische Hinweise

Für alle oben beschriebenen Endoskopien ist eine Vollnarkose des Tieres unverzichtbar.

Eine Narkose sollte immer erst nach einer gründlichen Untersuchung des Patienten erfolgen. Unter Umständen wird Ihnen vor einer Endoskopie zunächst eine allgemeine Untersuchung auf Narkosefähigkeit vorgeschlagen werden. Dies betrifft vor allem auch ältere Tiere.

Für die Narkose sollte Ihr Tier nüchtern sein, d.h. die letzte Fütterung sollte spätestens am Abend zuvor erfolgen. Trinken darf er/sie bis zum Morgen der Untersuchung. Nagetiere brauchen vor Narkosen nicht nüchtern zu bleiben.